Sie befinden sich hier: » Leistungsangebot » Die 13 AEDL » Existentielle Erfahrungen

13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen und sich daran entwickeln können

Eine Auseinandersetzung mit existentiell gefährdenden Erfahrungen wie Angst, Sorge, Isolation, Ungewissheit, Hoffnungslosigkeit, Schmerzen, Trauer, Sterben und Tod.

Pflege unterstützt ebenso die existenzfördernden Erfahrungen wie Hoffnung, Sicherheit, Vertrauen, Wohlbefinden und Lebensfreude.

Pflege soll Unterstützung anbieten in Krisensituationen (z.B. Tod des Partners, Kindes), bei eigener Sinnfrage des Lebens, wenn der Sinn von Leben und Tod zum Thema wird und bei der Vorbereitung zu eigenen Bestattungswünschen.

Pietät und Trauerkultur werden dabei berücksichtigt. Die Sterbebegleitung ist kein isolierter Teil des Pflegeprozesses,
sondern Begleitung in der letzten Lebensphase des Bewohners; sie sollte auch die Angehörigen in den Sterbeprozess mit einbeziehen.
Außerdem werden Ärzte und auf Wunsch Geistliche kontaktiert. 

Pflege im Angesicht von Leid, Trauer, Sterben und Tod wird in unserer Einrichtung unter Einbeziehung der biblischen Aussagen der Bibel thematisiert.

  • Begleitung der Bewohner in der Auseinandersetzung mit existentiellen Erfahrungen – hier: Die Existenz bedrohende Erfahrungen, wie Angst, Misstrauen, Trennung, Isolation, Ungewissheit, Schmerzen, Hoffnungslosigkeit, Sterben und Tod (s. o.),
  • die Existenz fördernde Erfahrungen, wie Wiedergewinnung der Unabhängigkeit, Zuversicht und Freude, Vertrauen, Integration, Sicherheit, Hoffnung und Wohlbefinden,
  • die Existenz fördernde oder auch bedrohende Erfahrungen, kulturgebundene Erfahrungen wie Weltanschauung, Glauben und Religionsausübung, lebensgeschichtliche Erfahrungen.

Das Modell „Fördernde Prozesspflege“ hat zum Ziel, den Bewohner vom Einzug in die Einrichtung an zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern.

Im Mittelpunkt des pflegerischen Interesses steht der Bewohner mit seinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Defiziten, die nach den AEDL strukturiert werden. Letztere beinhalten primäre Einflussfaktoren wie z. B. Umwelt, Lebensverhältnisse und Prozesse der Gesundheit. Von besonderer Bedeutung sind Diagnostik und Therapie sowie beim Bewohner vorhandene Ressourcen.

Die primär pflegerische Zielsetzung richtet sich auf die Erhaltung, Förderung und Unterstützung der Fähigkeiten der Bewohner. In ihrem Interesse stehen auch deren Wohlbefinden und ihre Unabhängigkeit.

Pflegerische Hilfeleistung ist dann von Bedeutung, wenn der Mensch nicht mehr allein in der Lage ist, seine Situation zu halten oder zu verbessern.

Voraussetzung für die Einführung eines solchen Pflegemodells sind nach der Erkenntnis von Monika Krohwinkel ein ganzheitliches Denkmuster, ein praktikables Prozessmodell, das ein Dokumentationssystem beinhalten muss. Das von Monika Krohwinkel entwickelte Modell „Fördernde Prozesspflege“ hat sich in der Praxis als verlässlich erwiesen.

Kontakt


Martin und Elly Reininghaus

Seniorenzentrum Haus Gadum

Inhaber Martin Reininghaus
Gadumer Straße 9 - 11
59425 Unna

Wegbeschreibung

Tel.: 02303 777 0
Fax: 02303 777 555

Oder nutzen Sie unser
Kontaktformular